Der Röster

thomas hofer portrait klMehr als 20 Jahre lang habe ich die Sommer auf der Alm verbracht. Dort lebt man im Einklang mit der Natur und wenn man sie sorgsam pflegt, gibt sie einem ganz viel zurück. Butter, Käse und Speck haben wir hier unter anderem selbst hergestellt. Wahrscheinlich kommt daher auch meine Begeisterung für nachhaltige, fair produzierte Produkte und für ehrliches Handwerk.

Auf der Alm bin ich auch erstmals mit dem Rösten in Berührung gekommen. Es gab da eine alte Pfanne mit kleinem Deckel, die per Hand mit einer Kurbel betrieben wurde. Über dem offenen Feuer am Herd wurde so Malzkaffee geröstet. Ich habe dort unter Anleitung meiner Mutter Getreide geröstet danach abgekühlt und anschließend mit einer Handmühle gemahlen und im Filterhafen mit heißem Wasser aufgegossen.

Als gelernter Koch habe ich bis zum Jahr 2000 die Alm bewirtschaftet, bevor ich ihr schweren Herzens Lebewohl sagen musste.

Beruflich habe ich mich neu orientiert und einige Zeit für einen Kaffeemaschinen-Hersteller gearbeitet. Da ich Dinge immer ganz oder gar nicht mache, habe ich bei Kaffee-Koryphäe Goran Huber die Barista-Ausbildung absolviert.

Richtig guten Kaffee gibt es leider nicht an jeder Ecke. Das Thema hat mich fasziniert und so bin ich dabei geblieben. Meine Leidenschaft für besten Kaffee lebe ich jetzt mit meiner Kaffee-Rösterei in Telfs aus.

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